Wahl 2025: Steuerpläne der SPD

Am 23. Februar 2025 ist Bundestagswahl, und die Steuerpolitik spielt eine entscheidende Rolle für viele Wählerinnen und Wähler. Die SPD wirbt in ihrem Wahlprogramm damit, hohe Einkommen und Vermögen stärker zu belasten, was gleichzeitig eine breite Entlastung für niedrige und mittlere Einkommen bringen soll. Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick über die wichtigsten Steuerpläne der SPD und was sie bedeuten.
Höherer Spitzensteuersatz und Vermögensteuer
Ein zentrales Ziel der SPD ist eine gerechtere Verteilung der Steuerlast. Dazu plant die Partei eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes für besonders hohe Einkommen. Laut SPD sollen 95 % der Steuerzahler so entlastet werden, während sehr hohe Einkommen höhere Abgaben leisten sollen. Zusätzlich setzt sich die SPD für die Einführung einer Vermögensteuer ein. Diese würde vor allem wohlhabende Bürger mit großen Ersparnissen, Immobilien und anderen Vermögenswerten betreffen. Das Ziel dabei ist es, eine stärkere Finanzierung öffentlicher Aufgaben durch wohlhabendere Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.
Globale Milliardärssteuer
Ein weiteres ambitioniertes Vorhaben, was über die Grenzen des Landes hinaus auch ein Thema auf EU-Ebene ist, ist die Einführung einer weltweiten Milliardärssteuer. Die SPD möchte erreichen, dass Superreiche international einheitlich besteuert werden, um Steuerflucht zu verhindern und eine fairere Lastenverteilung sicherzustellen.
Steuerliche Entlastungen für Familien und Alleinerziehende
Ein besonderer Fokus legt die Partei auch beim Thema Steuern auf Familien. So plant die Partei eine Reform der Familienbesteuerung, um finanzielle Entlastungen zu schaffen. Besonders konkret ist die geplante Änderung beim Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Bisher wird dieser vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, künftig soll er direkt von der Steuerschuld abgezogen werden, was eine deutlich spürbare Entlastung bringt. Kann die SPD wieder regieren, erhöht sich das Elterngeld laut Programm von bisher 12 auf 18 Monate, um junge Familien besser zu unterstützen.
Steuerfreie Überstunden als Anreiz für Mehrarbeit
Um die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im Land zu entlasten und Anreize zu schaffen, plant die SPD, Überstunden und Zuschläge für Überstunden steuer- und sozialversicherungsfrei zu stellen. Auch Prämien für eine Erhöhung der Arbeitszeit von Teilzeitkräften sollen steuerlich begünstigt werden.
Automatisierte Steuererklärung als Standard
Auch die Steuererklärung soll in Zukunft einfacher werden. Die SPD möchte die vorausgefüllte Steuererklärung zum Standard machen. Dabei werden bereits vorliegende Daten vom Staat automatisch erfasst und Steuerpflichtige direkt und aktiv darüber informiert. Dies soll vor allem Steuererstattungen erleichtern.
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Steuerliche Anreize für Rentner
Im Bereich der Rente plant die SPD, das Vorbeschäftigungsverbot aufzuheben, sodass Rentner nach ihrem Renteneintritt problemlos weiterarbeiten können. Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung direkt an die Rentner auszahlen, ist ebenfalls Teil der Pläne, um die Einkommen der Rentner zu erhöhen. Durch diese Maßnahmen soll es auch über das Rentenalter hinaus einfacher werden, zu arbeiten, wenn man es möchte.
Reformen bei Immobilien- und Kapitalbesteuerung
Die SPD möchte eine Finanztransaktionssteuer auf Aktien- und ETF-Geschäfte einführen. Zudem plant sie, die 10-jährige Spekulationsfrist für Immobilienveräußerungen abzuschaffen. Bisher waren Gewinne aus Immobilienverkäufen nach dieser Frist steuerfrei, das ändert sich mit dieser geplanten SPD-Reform. Zusätzlich soll die Umlage der Grundsteuer auf Mieter begrenzt werden, um die Wohnkosten für Mieter zu senken.
Neue Regelungen für Erbschaft- und Unternehmensbesteuerung
Die SPD kritisiert, dass große Unternehmensvermögen oft kaum Erbschaftsteuer zahlen. Sie will eine Mindestbesteuerung für Großerbschaften einführen, während persönliche Freibeträge erhöht werden sollen, um kleinere Erbschaften zu entlasten.
Für Unternehmen plant die SPD eine neue Rechtsform, die „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“, die es mittelständischen Betrieben erleichtern soll, ihre Nachfolge zu regeln.
Finanzierung der SPD-Steuerpläne
Laut einer Berechnung des IW Köln würden die geplanten Entlastungen der SPD rund 30 Milliarden Euro kosten. Finanziert wird das vor allem durch höhere Steuern auf Kapital- und Sparvermögen sowie eine Erhöhung der Erbschaftsteuer.
Fazit:
Die SPD setzt in ihrem Steuerkonzept klar auf eine stärkere Besteuerung von Vermögen und hohen Einkommen, während breite Entlastungen für mittlere und niedrige Einkommen vorgesehen sind. Besonders Familien, Alleinerziehende und Arbeitnehmer könnten profitieren.
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